Philosophie mit Schwerpunkt Antike und mittelalterliche Philosophie

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Leitung

Matthias Perkams, Univ.-Prof. Dr.
Professor für Philosophie mit Schwerpunkt Antike und mittelalterliche Philosophie
Portrait Matthias Perkams
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+49 3641 9-44143
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dienstags 12-13 Uhr unter

https://uni-jena-de.zoom.us/j/93563720364

Meeting-ID: 935 6372 0364

Kenncode: 367931

Darüber hinaus sind auch persönliche Sprechstunden weiterhin möglich. Hierfür wird um Voranmeldung gebeten.
Raum 004
Zwätzengasse 9
07743 Jena

Mehr Informationen zu Person, Forschung und Publikationen auf der persönlichen Seite von Professor Perkams.

»Die Philosophie ist die Vervollkommnung der Seele, so wie die Medizin die des Leibes.«

Wenn der Platoniker Simplikios diese Worte am Ende der Antike niederschreibt, erinnert er an das Ziel, das alle antiken Philosophen miteinander teilen: durch den Gebrauch ihrer Vernunft zu einem glücklichen Leben zu gelangen. Für sie kann nur wahre Erkenntnis die Grundlage dafür sein, ein gutes und glückliches menschliches Leben zu führen. In diesem Sinne spricht schon Platon vom liebenden Streben zur Idee des Guten. Aristoteles beschreibt das Leben des klugen Menschen in politischer Klugheit und wissenschaftlicher Weisheit. Die Stoiker argumentieren, dass kein äußerliches Ereignis den Weisen beeinflussen kann. Epikur sieht in Klugheit und Tugend die Vorbedingung wahrer Freude. Der Neuplatoniker Plotin strebt zur mystischen Einswerdung mit dem Einen. Sie alle widmen sich der Philo-sophia, der Liebe zur Weisheit. Auf diesem Weg entwickeln sie die philosophischen Theorien, die bis zum heutigen Tag kontrovers diskutiert werden.

Im Mittelalter wird die antike Perspektive zum Gegenstand der Diskussion. Christen und Muslime stellen der Verbindung von philosophischem Denken und gelingendem Leben den Vorrang der Religion entgegen: Sicheres Wissen sei für den Menschen unmöglich, und Glück könne er folglich nur von Gott her erwarten. Der Status der Philosophie wird in der Folge ebenso kontrovers diskutiert wie ihre Inhalte: Philosophen wie Ibn Sīnā (Avicenna) und Siger von Brabant erneuern das antike Ideal und bauen es aus. Religiöse Denker wie der Muslim Ibn Rušd (Averroes), der Jude Moses Maimonides und die Christen Peter Abaelard, Albertus Magnus und Thomas von Aquin streben nach einer Einheit von Philosophie und Offenbarung. Theologen wie Augustinus, al-Ġazālī und Duns Scotus kritisieren philosophische Thesen mit skeptischen Argumenten. Auf diese Weise entwickeln sich neue begriffliche Grundlagen, an die die Philosophen der Neuzeit anschließen konnten.

»Im Studium der Philosophie geht es nicht darum zu wissen, was Menschen gedacht haben, sondern, wie sich die Dinge in Wahrheit verhalten.«

Dieses Prinzip des Thomas von Aquin ist die Grundlage der Lehre der antiken und mittelalterlichen Philosophie in Jena: Vorlesungen und Seminare leiten dazu an, anhand der klassischen Texte das eigene Denken zu schulen und zu vertiefen, aber auch vermeintliche Selbstverständlichkeiten infrage zu stellen.

Dies versuchen wir nicht nur auf inhaltlicher Ebene, sondern auch unter Berücksichtigung des kulturellen Hintergrundes der Texte, von der Antike über Judentum, Christentum und Islam bis hin zu unserem eigenen modern geprägten Selbstverständnis. Damit wird auch dieses einem interkulturellen Vergleich unterzogen.

Konkrete Schwerpunkte in der Lehre bilden einerseits Platon und Aristoteles ebenso wie die großen Denker des lateinischen Mittelalters sowie der arabischen Welt. Aber auch die anderen oben erwähnten Autoren sowie andere, selten behandelte, aber originelle Texte werden andererseits regelmäßig in der Lehre behandelt.

Team

Jahn, Elisabeth
Sekretariat
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Knothe, Lisa-Maria
wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Perkams, Matthias, Univ.-Prof. Dr.
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Entwicklungsbereich Grundlagen Europas in Antike und Mittelalter

Die Professur für Antike und mittelalterliche Philosophie ist Mitglied im Entwicklungsbereich „Grundlagen Europas in Antike und Mittelalter“. Hier wird fakultätsübergreifend die Forschung der zahlreichen Fachgebiete an der FSU, die sich mit der Antike und dem Mittelalter befassen, zusammengeführt. Ziel ist, ausgewählte Phänomene in vielen Kulturen vom circummediterranen Raum über Persien und Indien bis nach China zu untersuchen. Die damit aufgeworfenen Transfer- und Transformationsprobleme sollen in der longue durée von der Antike über die Spätantike und das Mittelalter mit seiner Ausstrahlung auf den Renaissancehumanismus und die Reformation in ihren Auswirkungen auf das gegenwärtige Europa studiert werden. In der Philosophie sind hier insbesondere Kommentare zu Aristoteles und Platon in griechischer, lateinischer, syrischer und arabischer Sprache zu bedenken. Der Entwicklungsbereich „Grundlagen Europas in Antike und Mittelalter“ hat seine gesamtuniversitäre Verortung in der Leitlinie „Liberty“.

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Beteiligte Fächer Inhalt einblenden
  • Theologische Fakultät: Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte (Patristik)
  • Philosophische Fakultät: Institut für Altertumswissenschaften, Institut für Orientalistik, Institut für Indogermanistik, Institut für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, Historisches Institut, Institut für Germanistische Literaturwissenschaft (Ältere deutsche Literatur), Institut für Germanistische Sprachwissenschaft (Historische Sprachwissenschaft), Institut für Philosophie (Bereich Antike und Mittelalter), Institut für Anglistik/Amerikanistik (Mediävistik), Institut für Musikwissenschaft und das Kunsthistorische Seminar (Kunstgeschichte des Mittelalters)
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät: Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Europäische Rechtsgeschichte
  • Medizinische Fakultät
  • Fakultät für Biowissenschaften
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