Hannah Lisa Peaceman

Geschäftsführerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin Koselleck-Projekt
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Dr. Hannah Peaceman ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Geschäftsführerin des Projektes. In ihrem Postdoc-Projekt arbeitet sie an einem methodisch reflektierten Konzept einer Public Philosophy. Sie wurde 2020 mit einer Arbeit zum Potential jüdischer Perspektiven für die politische Philosophie am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt promoviert (Die Dialektik der Emanzipation, Klostermann 2021). Peaceman ist Mitherausgeberin der Zeitschrift Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart und publiziert u. a. zu postmigrantischen Erinnerungskulturen und zum Verhältnis von Rassismus und Antisemitismus sowie zu jüdischen Gegenwarten.

Teilprojekt Eintrag erweitern

Methodisch reflektierte Public Philosophy im Kontext der Frage: Wie umgehen mit Rassismus, Sexismus und Antisemitismus in Werken der Klassischen Deutschen Philosophie?

Das Postdoc-Projekt zielt darauf, anhand der Frage „Wie umgehen mit RSA in Werken der Klassischen Deutschen Philosophie?“ ein methodisch reflektiertes Verständnis von Public Philosophy zu entwickeln. Das Verhältnis von Philosophie und Öffentlichkeit wird dabei als wechselseitig voneinander geprägt begriffen. Philosophie ist nicht bloß Expertin für bestimmte Fragen in der Öffentlichkeit, sondern selbst in ihren Fragestellungen und Argumentationsweisen durch öffentliche Debatten beeinflusst. Einerseits finden Inhalte, über die öffentlich gestritten wird, Eingang in die Philosophie. Andererseits wirken auch gesellschaftliche Machtverhältnisse, politische Meinungen sowie unreflektierte historische und politische Prämissen in philosophisches Denken hinein. An diesem komplexen Wechselverhältnis setzt das geplante Postdoc-Projekt an:

Gegenstand der Untersuchung ist zum einen die Reflexion der (unbemerkten) Wirkung von RSA auf das philosophische Denken der Klassischen Deutschen Philosophie: Inwiefern wirken RSA als gesellschaftliche (Macht-)Verhältnisse in das philosophische Denken hinein? Zum anderen geht es darum, die reflexiven und aufklärerischen Potentiale philosophischen Denkens in der Öffentlichkeit herauszuarbeiten: Wie kann philosophische Reflexion über eine vermittelte Selbstkritik der Philosophie und Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse zur Aufklärung über RSA im philosophischen Denkens selbst, aber auch im öffentlichen Diskurs beitragen? Es geht also um eine philosophische Selbstkritik, die vermittelt wird mit einer Kritik an gesellschaftlichen Machtverhältnissen.

Die aufgeworfenen Fragen sollen nicht nur auf theoretischer Ebene bearbeitet werden. Es sollen in der Auseinandersetzung mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen, mit Kultureinrichtungen und mit der Expertise aus der politischen Bildungsarbeit auch kreative praktische Formate entwickelt werden.

Kontakt Eintrag erweitern

Raum E 005

Zwätzengasse 12

07743 Jena

Sprechzeiten: nach Vereinbarung

Telefon: 03641 944140

Mail: hannah.peaceman@uni-jena.de